Die Geschichte des Vereins

 

Bis 1925
Die Wurzeln des Sportvereins Tonnenheide lassen sich bis in die zwanziger Jahre des 20 Jahrhunderts zurückverfolgen. Allerdings lassen sich einige Fakten aus dieser Zeit nicht mehr rekonstruieren, da vieles in Vergessenheit geraten ist und es sehr wenig schriftliches Material gibt.
Unsere Großväter und Urgroßväter waren die Gründer des heute bestehenden Sportvereins. In den zwanziger Jahren waren die Bedingungen natürlich anders, als sie es heute sind. Auch das Interesse der Einwohner musste zunächst geweckt werden. So kam es, dass in den zwanziger Jahren zunächst lose Zusammenkünfte, einiger sportbegeisterter Tonnenheider stattfanden. Zu einer festen Größe wurde der Sportgedanke in Schmalge, damals Ortsteil von Tonnenheide, heute von Espelkamp. Hier wurde, unter heute unvorstellbaren Bedingungen, Fußball gespielt. Jugendliche jagten auf einer Wiese hinter dem Haus Döpke/Klasing Nr. 30, auf zwei einfache Holzstangen und der Querlatte, bestehend aus einem Bindfaden, dem runden Leder nach. Diese Wiese war in Schmalge und Umgebung, als „Schmalger Winkel“ bekannt. Diese Zeit der Anfänge wurde von der Jugend geprägt. Es waren hauptsächliche junge Leute, die dem Sport nachgingen, während es die Seniorenmannschaften schwer hatten, sich aufzurappeln. Die Jugend verbrachte die meiste Zeit auf dem „Schmalger Winkel“, da sie jede freie Minute nutzen um Fußball zu spielen.

1925-1939
In den darauf folgenden Jahren bekamen immer mehr Leute Interesse am Sport. So kam es, dass im Dezember 1925 der erste Sportverein unter dem Namen „Vorwärts“ bei der Amtsverwaltung in Rahden angemeldet wurde. Im Jahre 1926 entschloss man sich dazu die „Freie Turn- und Sportvereinigung“ zu gründen. Es wurde Geräteturnen angeboten und durch Werbung des Vereins, wurde nach einigen Wochen eine schlagkräftige Handballmannschaft zusammengestellt. Bei der Gründungsversammlung stellte sich heraus, dass 14 aktive und 3 passive Mitglieder dem Sportverein angehörten. Dazu gehörte natürlich auch der Vorstand, der aus August Kolkhorst Nr. 191 (Vorsitzender), August Peper Nr. 79 (Schriftführer) und Wilhelm Rohlfing Nr. 142 (Kassierer) bestand.
Ab dem Jahre 1933 nannte sich der Sportverein „Grüne Eiche“ Tonnenheide. Auf dem damaligen Sportplatz, an der Aue, stand eine sehr mächtige, alte Eiche und das war der Anlass für die Umbenennung des Vereins. Ein weiterer Grund waren die wiederholten Zuschriften unter der Anschrift „Grüne Eiche“, die der Sportverein erhielt. In den Jahren 1935 und 1936 war die Erfolgreichste Mannschaft des Vereins, die Handballmannschaft. Diese Handballmannschaft errang für den Sportverein den Kreismeistertitel und übte den Sport lange Jahre erfolgreich aus.
Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges, in dem auch einige Tonnenheider Sportler ihr Leben lassen mussten, kam der Sport in Tonnenheide zum Erliegen.

1946-1960
Unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkrieges, ergriffen unsere Großväter die Initiative und gründeten am 07.01.1946 einen Sportverein, der auf die Gedanken des „Vorkriegvereins“ aufbaute, den TuS Eintracht Tonnenheide. Hierbei standen der Spaß an der Bewegung und das Zusammentreffen mit gleichaltrigen im Vordergrund.
Im Februar des gleichen Jahres bekam der Verein eine Anordnung der damaligen Militärregierung. In dieser Anordnung hieß es, dass jede Sportorganisation, die vor der Kapitulation bestand, aufzulösen war. Der TuS Eintracht Tonnenheide reagierte und teilte dem Landrat des Kreises Lübbecke mit dem Schreiben vom 26.02.1946 mit, dass der Sportverein Tonnenheide auf einer völlig neutralen Grundlage gegründet wurde, völlig unpolitisch sei und das er deshalb nicht unter die Auflösungsbestimmungen falle. Der Landrat des Kreises Lübbecke stimmte dem Schreiben zu und so durfte der neu gegründete Verein TuS Eintracht Tonnenheide bestehen bleiben. Durch die gute Zusammenarbeit des Vorstandes wurde dieses möglich gemacht. Dem ersten Vorstand der Nachkriegszeit gehörten Wilhelm Wattenberg (1. Vorsitzender), Heinrich Hartmann (2. Vorsitzender), Willi Krüger (Schriftführer) und Karl Korte (Spielführer der 1. Mannschaft) an.
Es war sehr gut für die derzeit aktiven Sportler, dass der Verein bestehen blieb, da sie nun uneingeschränkt ihren Übungen nachgehen durften. Doch mit der derzeitigen Mitgliederzahl gab man sich nicht zufrieden. Der Verein versuchte jede Person in Tonnenheide für den Sport zu begeistern. Mit einem Schreiben vom 20.01.1946 das an alle Haushalte in Tonnenheide gesandt wurde, versuchte man die Mitgliederzahl in die Höhe zu treiben. In diesem Schreiben hieß es:
„Nach dem bereits in ca. 25 Gemeinden des Kreises Lübbecke offiziell der Sport wieder Fuß gefasst hat, ist auch in unserer Gemeinde am 7. Januar der Turn- und Sportverein Eintracht Tonnenheide gegründet worden. Das heißt, wir wollten nichts nachmachen, im Gegenteil, nur Schritt halten und besser machen. Wir wenden uns mit diesem Schreiben an Sie, mit der Bitte, uns nach besten Kräften zu unterstützen. Wenn auch nicht aktiv, dann aber, es sei eine bescheidene Bitte, passiv. Besuchen Sie unsere sportlichen Veranstaltungen und Sie werden sehen, dass unsere Jugend frisch und munter bei der Sache ist. Es ist uns jetzt gelungen, einen internationalen bestens bekannten Fußballspieler von Schalke 04 nach hier zu verpflichten. Es handelt sich um Herrn Rudi Gellesch, der das Training der 1. Mannschaft übernimmt. Wir hoffen, bald eine schlagkräftige Mannschaft auf dem grünen Rasen zu haben. Mit der Bitte, für unseren Verein das nötige Verständnis aufzubringen, zeichnet mit sportlichem Gruß Der Vorstand.“
Im Anschluss an das Schreiben entwickelte sich ein großes Interesse am Sportverein und es stellte sich ein reger Spiel- und Trainingsbetrieb ein. Die Ausgaben konnten durch monatlich freiwillige Beiträge gezahlt werden. Bei Aufnahme in den Verein wurde eine einmalige Aufnahmegebühr nach freiem Ermessen erhoben.
In dem neu gegründeten Sportverein wurde nicht nur Fußball gespielt, sondern auch Leichtathletik betrieben. Die Leichtathleten waren sehr erfolgreich. Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 15.08.1947 geht hervor, dass bei dem Kreissportfest in Pr. Oldendorf alle Siegerurkunden an die Sportler des TuS Eintracht gingen.
Weiterhin gab es auch eine Damen Handballmannschaft, die einige Jahre sehr erfolgreich spielte. 1949 wurde sie Kreismeister und griff damit in die Aufstiegsspiele der Bezirksliga ein. Der damalige Erfolgstrainer und Leiter der Damenabteilung war Alfred Littschwager.
Trotz des großen Sportangebots in Tonnenheide war und ist der Fußball die Hauptsportart in Tonnenheide. Im Jahre 1948 gelang es der Eintracht zum ersten mal in der Geschichte eine 1. Mannschaft, eine Reserve Mannschaft, sowie eine Jugendmannschaft ins Rennen zu schicken. Nach zweijähriger „Einführungsphase“ gelang es der Tonnenheider Eintracht den Mr. Street Pokal zu gewinnen. Dieser Pokal wurde vom gleichnamigen englischen Schiedsrichter und Offizier der damaligen Besatzungsmacht Lübbeckes gesponsert. Er wurde unter allen Fußballvereinen des Kreises Lübbecke ausgespielt. Die 1. Seniorenmannschaft diesen Pokal im Endspiel gegen den SV Schnathorst mit 4:3 im Jahre 1950, was ein großer Triumph zu dieser Zeit war. Der wortgetreue Zeitungsbericht vom 28.08.1950 zu dem Endspiel zwischen Tonnenheide und dem SV Schnathorst ist auch heute noch im Archiv des TuS Eintracht Tonnenheide nachzulesen.
In den 50er Jahren wurde jährlich das Sommerspotfest in Verbindung mit dem Schulsportfest durchgeführt. In dieser Zeit feierte der Sportverein auch sein 25. Bestehen, welches mit einem reichhaltig sportlichen Programm gefeiert wurde. 1952 wurde auf den damaligen Sportplatz, der hinter den Häusern Niedermowe und Langer lag, eine Platzbeleuchtung errichtet. Von da an konnte auch in den Wintermonaten auf dem Platz trainiert werden.

1960 – 1980
Im Jahre 1960 wurde ein neuer Vorstand gewählt, da alle führenden Vorstandmitglieder ihren Wohnsitz nicht mehr in Tonnenheide hatten. Neuer Vorsitzender wurde Karl Korte, Geschäftsführer wurde Heinz Rackien und Kassierer wurde Willi Meier. Der neue Vorstand war zu Beginn seiner Amtszeit damit beschäftigt die schlechten Platzverhältnisse zu verbessern. In den Wintermonaten fielen immer häufiger Spiele aus, da der Platz unbespielbar war. Die Platzverhältnisse konnten nicht geändert werden, also strebte man die Errichtung eines neuen Platzes an. 1962 gelang es dem Verein ein Gelände von Frau Buschmann, Tonnenheide 96, zu pachten. Das Gelände war zu dieser Zeit zum Teil an einen Reitverein verpachtet, der allerdings zugunsten unseres Vereins auf die Pacht verzichtete. Dem Platzbau stand nun nichts mehr im Wege. Der Bau wurde auch umgehend umgesetzt, wobei der Schuppen des Gasthauses Buschmann in harter Arbeit zu Umkleide- und Duschräume umgebaut wurde. Am 15.08.1964 wurde der Platz mit Dusch- und Umkleideraum im Rahmen des Sportfestes eingeweiht. Da die Nutzung der Dusch- und Umkleideräume auf Dauer nicht zumutbar waren, wurde zur Freude des Vereins im Jahre 1973 ein komplett neues Umkleidegebäude in Betrieb genommen. Dieses Gebäude dient auch heute noch am Platz hinter dem Gasthaus Rosenbohm (früher Buschmann).

1980 – 2000
In den nächsten Jahren wurde der Verein immer besser besetzt. Die Mitgliederzahl stieg stetig an und es gelang der Eintracht immer mehr Mannschaften zu stellen. Dazu zählen natürlich auch die Jugendmannschaften. In den 80er Jahren kämpfte unsere Seniorenmannschaft stetig um den Aufstieg in die Kreisliga A. Manchmal fehlte das Glück, aber hin und wieder waren die Spieler zu leichtsinnig und wir wurden abgefangen. In den Jahren 1984-1986 sowie im 1992 und von 1994-1998 spielte die 1. Seniorenmannschaft im Kreisoberhaus. Dieses waren sehr Erfolgreiche Jahre für den Verein. Die Platzierung war nicht wichtig, aber man konnte sich zu den besten Mannschaften im Kreis Lübbecke zählen.
Ende der 80er Jahre versuchte man das Angebot für Jugendliche und für Breitensport größer zu fächern. Auf die Initiative einiger Mitglieder hin, wurde die Mutter-Kind-Turngruppe gegründet. Diese Gruppe stieß auf große Resonanz bei den Müttern und auch Vätern. Es wurde mit großem Interesse und Begeisterung durchgeführt. Weiterhin wurde eine Männersportgruppe gebildet in der die Männer verschiedene Sportarten ausübten. Sie trafen sich einmal in der Woche um gemeinsam fit zu bleiben. Anfang der 90er Jahre wurde eine Senioren-Gymnastik-Gruppe ins leben gerufen. Die Senioren waren mit Spaß bei der Sache und wurden zu einer festen Gruppe im Tonnenheider Sportverein. Diese Gruppe besteht auch noch heute und sie ist nach wie vor mit Leib und Seele Bestand unseres Vereins.
Zwischen ´92 und ´93 begann der TuS Eintracht Tonnenheide mit dem Bau des Vereinsheimes am neuen Sportplatz. Es wurde viel Arbeit und Freizeit investiert und man war schließlich stolz als das Vereinshaus im Dezember 1996 am neuen Sportplatz fertig gestellt war. Noch im gleichen Jahr gab es einen Dachstuhlbrand, der den Verein wieder zurück warf. Es waren umfangreiche Reparaturen nötig und der Verein konnte nötige Veränderungen vornehmen.
Im Jahre 1996 feierte der Verein sein 50. Jubiläum. Zahlreiche Gäste und Ehrengäste waren vertreten um den Verein zu gratulieren.
Heute ist der Sportverein eine feste Größe im Kreis Lübbecke. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf ca. 730 und ist immer noch steigend. Er ist stolz darauf jede Mannschaft, von den Minis bis zu den Senioren, an den Start schicken zu können.

2000 – 2011
Im Jahr 2000 feierte die Firma HK-Fenstertechnik (Kolkhorst) ihr 75-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass hatte sich die Tonnenheider Vereinsgemeinschaft zu einem gemeinsamen Foto versammelt. Auch der TuS Eintracht war mit Spielern und Funktionären aus allen Sparten des Vereins vertreten. Neuer Trainer der Senioren wurde Matthias Thie, der gleichzeitig als Spieler der 1. Mannschaft fungierte.

Das Jahr 2001 war ein Jubiläumsjahr für die Eintracht: mit einer „Rot-Weißen-Nacht“ im Vereinslokal Rosenbohm wurde das 75-jährige Bestehen des Vereins gefeiert. Dazu wurde außerdem eine 175seitige Festschrift herausgebracht. Diese entstand unter der Federführung u.a. von Friedel Rüter und Gerhard Hartmann und unter Mithilfe weiterer Sportkameraden.

Im Jahr 2002 konnte auch der Sportförderkreis ein Jubiläum begehen: 25 Jahre bestand diese tolle Gemeinschaft, die den TuS Eintracht mit finanziellen Hilfen zur Seite steht. Dank Olaf Lehde, Karsten Buschmann, Dennis Bohnhorst und Andre Ahrens ging der Sportverein auch ins Internet. Man firmiert unter der Adresse www.eintracht-tonnenheide.de mit einer Homepage im weltweiten Web.

2003 bekam der Verein einen neuen Trainer der Senioren: Jürgen Otto löste Matthias Thie ab. Und auch in diesem Jahr gab es wieder ein Jubiläum. Diesmal vereinsintern. Die Breitensportgruppe „Wirbelsäulengymnastik“ unter der Leitung von Angelika Strunk feierte ihr 10-jähriges Bestehen. Im Jahr 2004 nahm der Sportverein mit einem Werbestand am „Tonnenheider Frühling“, einer Dorfausstellung im Saal und auf dem Parkplatz Rosenbohm, teil. Seit Jahresbeginn ist Elke Wöstehoff neue „Hausmeisterin“. Sie löst Leni Drapart in der Funktion der „guten Fee“, die für die Reinigung der Sportstätten zuständig ist, ab.
Im Jahr 2005 stieg die 1. Seniorenmannschaft unter der Leitung des Trainers Jürgen Otto aus Espelkamp in die Kreisliga A auf. Über mehrere Jahre hielt man sich dort und konnte hin und wieder auch ins obere Tabellengeschehen eingreifen. Aber nicht nur die 1. Mannschaft wurde Meister und stieg auf. Auch die D-Junioren mit ihren Trainern Hans Werner Tegeler und Horst Klasing wurden Kreismeister. Der Verein gibt aber auch anderen Altersgruppen die Möglichkeit, sich auszutoben. Er ist nicht mehr nur ein Fußballverein, sondern bietet Menschen verschiedene Sportarten an. Das geht von Rückengymnastik über Fitnesskurse bis hin zu Tanzgruppen, Radfahren und Badminton.

Im Jahr 2006 führte die Jugendabteilung in Zusammenarbeit mit der „Deutschen Fußballakademie“ ein dreitägiges Trainingslager in Tonnenheide durch. Es begann zudem eine Kooperation des Sportvereins mit der Tanzschule Patsy Hull aus Lübbecke. Unter Leitung von erfahrenen Tanzlehrerinnen konnte sich Tanzbegeisterte im Hip-Hop und anderen modernen Tanzformen austoben. Man nahm in der Folge auch an regionalen Meisterschaften teil. Auch Auftritte auf dem Stadtfest Rahden gehören zum Programm der jungen Mädchen.

Ein besonderes Ereignis wurde 2007 gefeiert: insgesamt 24 Sportkameraden erhielten eine Ehrenurkunde für eine 50-jährige bzw. noch längere Mitgliedschaft.

Das Jahr 2008 brachte ein „Revival-Spiel“ der Fußballfrauen. Die aktuelle Auswahl der Eintracht-Frauen spielte ein Freundschaftsspiel gegen die „älteren Fußball-Damen“. Die Vorbereitung lag in den Händen der beiden ehemaligen Trainer, Friedhelm Bergsieker und Horst-Hermann Tegeler. Karl-Heinz Strunk und Herbert Henke waren als weitere Betreuer bei dem Match dabei. Das übrigens 2:2 unentschieden endete. Allerdings gab es auch da noch eine „dritte Halbzeit“. Eine 10-jährige Fußballfreundschaft feierten in diesem Jahr die Altherren der Eintracht und der SG „Blau-Weiß“ Beelitz aus Brandenburg. Eine Ehrenurkunde für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft erhielten in diesem Jahr Erich Benesch, Werner Feldmann, Willi Meerhoff und Wernder Rühmeier.

Im Jahr 2009 gab es einen Wechsel innerhalb der Breitensportgruppen. Die „Rückengymnastik“ hatte Angelika Strunk 15 Jahre geleitet. Sie übergab diese Gruppe nun an Irmgard Bruhn aus Wehe. Am „Sportpark Ost“, so hieß der neue Sportplatz inzwischen, wurde die alte Holzbarriere abgebaut und durch eine Alu- bzw. Metallumrandung ersetzt. Die Arbeiten dazu wurden von einigen fleißigen Vereinsmitgliedern ehrenamtlich durchgeführt.

Im Jahr 2010 schlossen sich die Vereine Tonnenheide und Isenstedt bei der Frauenfußballmannschaft zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Die SG Tonnenheide/Isenstedt wurde von Herbert Henke (Eintracht) und Markus Bramkamp (ISC) betreut. Frank Kolbus wurde für eine 25-jährige Schiedsrichtertätigkeit geehrt und Karl-Heinz Strunk wurde als Kreisschiedsrichter-Obmann feierlich verabschiedet. Heinz Schmidt (Elvis) aus Stelle – ehemaliger Spieler der 1. Mannschaft und Schiedsrichter – wurde für eine 50-jährige Mitgliedschaft beim TuS „Eintracht“ geehrt.

Im Jahr 2011 nahm die D-Jugendmannschaft der Eintracht das erste Mal am großen „Spargel-Cup-Turnier“ bei der SG Beelitz teil. Ein Besuch beim Spargelhof Winkelmann in Klaistow gehörte natürlich zum Rahmenprogramm für die Jungs und ihre Betreuer. Eine neue Radfahrgruppe wurde durch Andreas Rüter gegründet: die „gemütliche Variante“ spricht alle Radfahrer an, die nicht so auf das Tempo drücken und moderat durch die von Andreas als „fahrendes Navigationsgerät“ geführt werden. Auf dem jährlichen Sportfest wurde das „1. Tonnenheider Thekenmasters-Turnier“ ausgetragen. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb von Hobby-Fußballmannschaften, die auf dem Kleinfeld gegeneinander antreten. Darüber hinaus geht es aber auch um Erfolge an der Theke, wie der Name schon sagt. Jedenfalls sind die Teilnehmer mit Freude bei der Sache.

2012
Nach dem Abstieg der 1. Mannschaft in die Kreisliga B im Jahr 2012 herrschte erstmal Frust im Verein. Dieser Abstieg aus der Kreisliga A wäre überflüssig wie ein Kropf gewesen. Für die 2. Mannschaft reichte es in dem Jahr nicht für einen Aufstieg aus der Kreisliga C, aber die 3. Mannschaft hat sich nach ihrem Neu-Aufbau in der Kreisliga C mittlerweile etabliert. Die Frauenmannschaft hat in Kooperation mit dem SC Isenstedt einen hervorragenenden 3. Tabellenplatz in der Kreisliga belegt. In der Jugendabteilung stellt die Eintracht Mannschaften von den Mini-Kickern bis zu den A-Junioren. Zwei Ü32-Teams stellte die Altliga-Abteilung für die Hallenkreisrunde und auch bei der Zahl der Schiedsrichter liegt Tonnenheide im Soll. Dagegen musste die Dienstags-Seniorenturngruppe, die von Gisela Bergsieker ins Leben gerufen und bis zum Schluss auch von ihr betreut wurde, mangels „Nachwuchses“ (so Vorsitzender Mario Anderson in seinem Vorwort der Vereinszeitung „Einwurf“) leider eingestellt werden. Die Altliga-Abteilung stattete den befreundeten Sportkameraden der SG „Blau-Weiß“ Beelitz einen Besuch ab und kehrte natürlich auf der Rückfahrt auch bei Ernst-August Winkelmann auf dem Spargelhof in Klaistow ein.

2013
2013 verabschiedete sich Jürgen Otto (nach seinem zweiten Engagement in Tonnenheide) als Trainer der Seniorenmannschaften. Er erreichte mit der 1. Mannschaft einen versöhnlichen 3. Platz in der Kreisliga B. Neuer Trainer wurde Wolfgang Wischmeyer. Oliver Ahrens wurde neuer Betreuer, die 2. Mannschaft wurde nach wie vor von Bodo Strunk betreut und die 3. coachte weiter Andreas Meier. Für 50 Jahre Mitgliedschaft im TuS „Eintracht“ wurden Helmut Kummer, Horst Dreisörner und Walter Eickenhorst geehrt. Ihren 90. Geburtstag feierten im Jahr 2013 mit Willi Krüger ein Gründungsmitglied des Vereins und dann noch Heinrich „Heini“ Wöstehoff. Vera Siekmeier wurde nach vielen Jahren als Übungsleiterin im Breitensportbereich mit Dank des Vereins verabschiedet. Eine neue Gruppe „Fit ab 40+“ wurde ins Leben gerufen und von Maria Schwettmann unter ihre Fittiche genommen. Die Hip-Hop-Gruppen, die von Dagmar Frenzel und Melanie Heselmeier gecoacht werden, nahmen an den Westdeutschen Meisterschaften teil. Der Verein sucht für seine Breitensportgruppen händeringend nach Übungsleiterinnen. Im März fand der erste „Tonnenheider Biathlon“ im Sportpark Ost statt. Der „Einwurf“ feiert im Jahr 2013 übrigens Silberjubiläum, er erschien im 25. Jahr. Neuer Vereins-Schiedsrichter-Obmann wurde David Rawling. Im Jugendfußballbereich kommt es zu ersten Spielgemeinschaften mit Tonnenheide, TuSpo Rahden und zum Teil auch mit dem VfL Frotheim. Dabei errangen die D-Junioren sogar die Kreismeisterschaft.

2014
Das Jahr 2014 war von einigen Erfolgen im Jugendbereich geprägt. Die F-Junioren wurden Staffelsieger, die C-II-Junioren in der Spielgemeinschaft mit Frotheim und TuSpo Rahden wurden Meister der Kreisliga B. Betreuer waren hier Olaf Lehde, Stefan Hohmeier, Lukas Hohmeier, Jan Pretzel und Ralf Wilhelmy. Und auch die D-Junioren in der Spielgemeinschaft sorgen weiter für Furore. Eine besondere Ehrung gab es für Geschäftsführer Andreas Rüter. Er hat diesen Posten seit 1997 kontinuierlich inne und leitet seit 2009 bzw. 2011 zwei Hobby-Radfahrgruppen im Verein. Andreas wurde daher unter die vier Auserwählten im Fußballkreis Lübbecke bei der Wahl der „100 Besten“ im Deutschen Fußballbund gewählt. Er bekam als Anerkennung eine Urkunde und eine DFB-Armbanduhr überreicht. Und auch die Vereinszeitung „Einwurf“ erhielt eine Ehrung: bei einem Wettbewerb des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes errang der „Einwurf“ zwar keinen Hauptpreis, wurde allerdings vom Verband in einem sehr persönlichen Anschreiben an den Verein auch als „Sieger“ bezeichnet. Es gab dazu einen Geldbetrag, einen WFLV-Füllfederhalter und die kostenlose Teilnahme an einem Weiterbildungskurs im Hinblick auf Pressearbeit und Erstellen einer Vereinszeitung. Der Sportverein gratulierte 2014 dem Vereinswirts-Ehepaar Rosenbohm zu 20 Jahren Vereinsgaststätte. Mit Kerstin Benker für Marianne Bartel wird eine neue Übungsleiterin im Breitensport gefunden. 90 Jahre wurde in diesem Jahr das langjährige Vereinsmitglied Else Peper.

2015
Im Jahr 2015 wurden die Spielgemeinschaften im Fußball mit Rahden, Frotheim und Isenstedt fortgesetzt. Diese Art der Zusammenarbeit der heimischen Vereine hat sich bewährt. Mario Anderson ist im 10. Jahr Vereinsvorsitzender der Eintracht. Auch 2015 konnten wieder Vereinsmitglieder für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden: es waren diesmal Wilhelm Benker, Marie-Luise Diekmann, Lina Meier, Waltraud Meier und Dieter Wippermann. Maren Kracht von der Tanzschule „Tanzkonzept“ (Inhaberin Corinna Kopp), übernimmt die Hip-Hop-Gruppen aus dem Breitensportbereich des Vereins. Unter dem Titel „Indian Summer im Ächzfeld“ berichtet Thorsten Franke von der sportlichen Variante der Dienstags-Radfahrer über eine 2-Tagestour ins Dreiändereck Niedersachsen-Hessen-Thüringen. Eine Neuerung gibt es auch im Sportverein: es wird ein „Ältestenrat“ ins Leben gerufen. Er nennt sich offiziell „Beirat“ und soll den Vorstand fachlich und beratend unterstützen. Die Jahreshauptversammlung 2015 hatte die Einrichtung dieses Gremiums beschlossen. Der Beirat soll aus mindestens fünf Mitgliedern bestehen, die nicht im Vereinsvorstand sind, mindestens 50 Jahre alt sind und seit mindestens zehn Jahren der Eintracht angehören. Sie werden für zwei Jahre gewählt. Es wurden gewählt: Friedhelm Bergsieker, Wilfried Bölk, Siegfried Schwarze, Friedel Rüter und Horst-Hermann Tegeler. Neuer Sozialwart im Sportverein wurde Thomas Rosenbohm.

2016
2016 stellte ein sehr erfolgreiches Jahr in der Vereinsgeschichte dar. Mit Torben Kreienbrock (vorher in der Westfalenliga beim SC Rot-Weiß Maaslingen erfolgreich) konnte ein namhafter Neuzugang für die 1. Mannschaft gewonnen werden. Mit seiner Erfahrung sollte er die Mannschaft unter Trainer Wischmeyer nach vorne bringen und möglichst den Aufstieg in die Kreisliga A erreichen. Als zweiten Neuzugang gewann die Eintracht mit dem ehemaligen Bezirksliga-Kicker von Preußen Espelkamp, Patrick Rossel, einen weiteren starken Spieler dazu. Als Torwart stieß dann noch der ebenfalls höherklassig erfahrene polnische Auswahlkeeper Pawel Zapala dazu. Pawel ist zudem Torwarttrainer beim Regionalligisten SV Rödinghausen. Im Fitnesssport-Bereich gab es die Gründung einer neuen Gruppe zu vermelden: „Hocker- bzw. Sitzgymnastik“ wandte sich an ältere – vor allem weibliche – Menschen, die sich trotzdem noch in der Turnhalle betätigen wollten. Die Leitung übernahm Karola Erksmeyer. Im Winter beteiligte sich der TuS „Eintracht“ mit einem eigenen Stand, an dem es heiße Getränke gab, an der „Tonnenheider Dorfweihnacht“ an der Hochzeitsmühle. Elke Bergsieker löste 2016 als Hausmeisterin Elke Wöstehoff ab. Im selben Jahr begann auch der erste Spatenstich für den in Planung befindlichen „soccer court“. Und der Vorstand musste sich damit anfreunden, dass der alte Sportplatz bei Buschmann-Dreisörner nur noch bis Jahresende 2017 genutzt werden konnte, da der bisherige Verpächter als Grundstückseigentümer den Pachtvertrag gegenüber der Stadt Rahden gekündigt hatte. So mussten 2016 bereits Überlegungen angestellt werden, wie es mit der Erweiterung des kleinen Sportplatzes zu einem vollwertigen Platz am Sportpark Ost aussehen könnte. Gisela Bergsieker und Helene Drapart wurden zudem für 50-jährige Mitgliedschaft bei der Eintracht geehrt. Darüber hinaus wurde eine „Werbegruppe“ eingerichtet. Sie kümmert sich um die Außendarstellung des Vereins, betreut die Internetseite, sorgt für das Ansprechen von potentiellen Werbepartnern und die Installation von Werbebanden- und -bannern am Sportgelände. Es wird ein Werbe-Schaukasten am Sportpark aufgestellt. In diesem kann jedermann für einen geringen Jahresbetrag in seinem Namen ein „Stück Eintracht“ (in Form eines Teils des Fußballfeldes) erwerben.

2017
Das Jahr 2017 war von personellen Veränderungen im geschäftsführenden Vorstand, wichtigen Bauarbeiten rund um den „Eintracht-Sportpark“ und von sportlichen Erfolgen gekennzeichnet. Im Vorstandsbereich gab es einen Umbruch zugunsten junger und eifriger Sportkameraden. Auf der Jahreshauptversammlung – der letzten im Saal Rosenbohm – wurde Vorsitzender Mario Anderson nach über 10 Jahren als Chef verabschiedet. Ebenso traten Lothar Schröder als sein Stellvertreter, Wolfgang Bergsieker als stellvertretender Geschäftsführer und Andreas Rüter nach langjähriger Vorstandsarbeit, zuletzt als Geschäftsführer, von ihren Ämtern zurück. Die Neuwahlen ergaben Volker Witting als Vorsitzenden, Martin Bohnhorst als Stellvertreter, Maik Ahrens als 3. Vorsitzenden, Steffen Borcherding als Geschäftsführer, Kevin Basselmann als Kassierer und Günter Marschall als stellvertretenden Geschäftsführer. Am Sportpark wurde der „Benesch-Court“ fertiggestellt. Dieser Kunstrasenplatz, auch „soccer court“ genannt, wurde unter großer Beteiligung der Tonnenheider Bevölkerung sowie der örtlichen Vereine eingeweiht. Er ist zu dem Zeitpunkt der einzige im Stadtgebiet Rahden und erfreut sich großer Beliebtheit bei allen Fußballern. Da der alte gepachtete Sportplatz im Herbst 2017 zurückgebaut werden musste, stand der Verein zunächst mit lediglich einem fußballtauglichen Platz da. Aber im Laufe des Jahres wurde der kleine Platz zu einem DIN-gerechten Fußballplatz fertiggestellt. Im sportlichen Bereich gab es den Aufstieg der 1. Mannschaft in die Kreisliga A als großen Erfolg zu vermelden und zu feiern. Für die Serie 2017/2018 konnte erstmals seit Jahrzehnten wieder eine 4. Seniorenmannschaft der Eintracht gemeldet werden. Die Altliga-Ü32 stand mit ihrem Team, unter der Regie von Manuel Seewald, unter den besten vier der Kreishallenrunde der Kreisliga B. Mit Tanja Kleine wurde eine neue Übungsleiterin für eine „Zumba-Tanzgruppe“ im Bereich der Fitnessabteilung gefunden. Der Sportverein nahm auch eine Einladung zum 40. Geburtstag des Gasthauses/Hotels „Krug zum grünen Kranze“ in Schmalge an. Eine Auszeichnung für 50-jährige Mitgliedschaft bei der Eintracht gab es für Erhard Bösch, Gerhard Hartmann, Herbert Heinz, Heinrich Langhorst und Manfred Paatz. Es gab auch wieder Vereinsmitglieder, die das 90. Lebensjahr vollendet hatten. Das waren 2017 Erna Dieckmann und Marie Heinz. Im Nachwuchsfußballbereich wurden die Spielgemeinschaften mit Rahden, Frotheim und Isenstedt fortgeführt. Besonders erfolgreich war in diesem Jahr die C-Jugendmannschaft. Sie spielte im Westfalenpokal auf dem Platz in Frotheim gegen den Nachwuchs des Zweitbundesligisten VfL Bochum. Obwohl man verlor, war es ein tolles Event für die Jungs der Spielgemeinschaft. Der Sportförderkreis kann 2017 auf ein 40-jähriges Bestehen zurückblicken.

2018
Im Jahr 2018 stieg die 2. Mannschaft als Meister und nach souveränem Saisonverlauf in die Kreisliga B auf. Und die 1. Mannschaft behauptete sich in ihrer ersten Saison nach dem Aufstieg in die Kreisliga A bravourös. Allerdings musste das Team um den neuen Trainer Torge Sprado (der allerdings nur ein knappes halbes Jahr die Verantwortung für die Seniorenteams hatte) den Verlust von Patrick Rossel verkraften. Er wollte es noch einmal eine Klasse höher bei Blau-Weiß Vehlage versuchen. Ein herber Rückschlag, hatte „Patti“ doch in der abgelaufenen Serie die meisten Tore und auch die meisten Vorlagen in der „Ersten“ zu verzeichnen gehabt. Aus der 3. und 4. Mannschaft wurde mangels Spielern nunmehr eine neue „3.“ (Betreuer Andrè Bühn und Ralf Rosenbohm) an den Start gebracht. Für Torge Sprado übernahmen Torben Kreienbrock, Pawel Zapala und Marc Anderson die 1. Mannschaft (Betreuer blieb Florian Tegeler), für die 2. blieb Sascha Bergsieker Betreuer, dazu stießen Bastian Heinz und Justin Schreiner. Im Jugendbereich wurden ebenfalls die Karten neu gemischt, allerdings führte man die Spielgemeinschaften mit dem VfL Frotheim und TuSpo Rahden fort. Auch die Frauenfußballerinnen blieben in einer Spielgemeinschaft mit dem SC Isenstedt. Die Altherren bildeten für die Hallen-Kreisrunde erstmals eine Spielgemeinschaft mit TuSpo Rahden (Ü40/II). Als weitere zwei Teams nahmen eine Ü32 und eine Ü55 am Hallenfußball teil. Ein Highlight des Jahres war die Einweihung des zweiten Sportplatzes am Eintracht-Sportpark. U.a. war auch der Vorsitzende des Fußballkreises Lübbecke, Karl-Heinz Eikenhorst zu Gast. Begrüßen konnte Vorsitzender Volker Witting auch Vertreter der Stadt Rahden. Eine besondere Ehrung wurde Wilfried Bölk zuteil: er erhielt die goldene Verdienstnadel des FLVW überreicht. Neue Chefin der Fitness-Sportabteilung wurde für die ausscheidenden Maria Schwettmann und Sabine Schröder nunmehr Kerstin Benker. Die Vereinszeitung „Einwurf“ feierte ihren 30. Geburtstag.